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Infusionstherapie bei Schwindel, Tinnitus und Hörsturz

Die Infusions-Therapie dient der Behandlung von Schwindel, Tinnitus und Hörsturz mit Hydroxyethylstärke (HES) und/oder Cortison.

Patienten erhalten in der Regel die Infusion über 5 bis 10 Tage.

Schwindel

Beim Schwindel (Vertigo) handelt es sich um ein wichtiges Symptom, welches bei sehr vielen verschiedenen Erkrankungen auftreten kann.

Die Prävalenz des Schwindels liegt ungefähr bei einem Viertel der Bevölkerung. Im Alter steigt die Häufigkeit jedoch noch bis auf etwa 40 % an.

Mögliche Auslöser eines Schwindels können sein: Genussmittelkonsum (Alkohol, Tabak), Drogenkonsum, falsch angepasste Brille, Hyperventilation, schnelle Drehungen, ungewohnte Kopfbewegungen, ungewohnte Kopf- oder Hals-Positionen, verschiedene Medikamente und Erkrankungen.

Hörsturz

Der Hörsturz ist eine ohne erkennbare Ursache (idiopathisch) plötzlich auftretende, meist einseitige Schallempfindungsstörung.

Der Hörverlust kann beim Hörsturz von geringgradig bis zur völligen Gehörlosigkeit reichen, er kann alle Frequenzen betreffen oder nur auf wenige Frequenzbereiche begrenzt sein.

Das Auftreten einer Spontanheilung wurde beobachtet. Eine zuverlässige Prognose über das Auftreten einer Spontanheilung gelingt nach gegenwärtigem Kenntnisstand nicht. Deshalb raten wir bei ausbleibender spontaner Besserung der Beschwerden innerhalb eines Zeitraumes von maximal 48 Stunden zu einer Infusionstherapie, die wir nahezu ausnahmslos ambulant durchführen.

Tinnitus

Unter dem Begriff Tinnitus (von lat. tinnire = klingeln) versteht man Ohrgeräusche, die permanent oder temporär (zeitweise) auftreten und ohne äußere Schallquelle im Ohr oder im Kopf lokalisiert wahrgenommen werden.

Es handelt sich dabei häufig um ein Pfeifen, Summen, Rauschen, Zischen oder Klingeln.

Ein plötzlich auftretender Tinnitus kann Anzeichen eines Hörsturzes sein. Auch gibt es den Ansatz, Tinnitus mit einer kraniomandibulären Dysfunktion (CMD) in Verbindung zu bringen.

Die genaue Ursache ist weiterhin unklar, es werden verschiedene Modelle diskutiert. Die Störung kann sich demnach im Innenohr oder in den nachfolgenden Nervenstrukturen befinden.

Die Wirkstoffe

Hydroxyethylstärke (HES) hat eine durchblutungsfördernde Wirkung.

Der Einsatz von Corticosteroiden bzw. Glucocorticoiden (Cortison) im Rahmen der Therapie des Hörsturzes basiert auf deren entzündungshemmender und das Immunsystem unterdrückender Wirkung. Auch ein abschwellender Effekt könnte von Bedeutung sein.

Unter der Annahme, dass eine Entzündung oder Immunsystem-vermittelte Reaktion am Innenohr ursächlich für die Entstehung des Hörsturzes ist, werden mehrere Substanzen aus der Klasse der Glucocorticoide eingesetzt: Prednison, Prednisolon und Methylprednisolon.