Systematische Übersichtsarbeit: Melatonin als mögliche Ergänzung bei chronischen Schmerzen
Muskuloskelettale Schmerzen betreffen Muskeln, Gelenke, Sehnen und Knochen und können sowohl chronisch als auch nach Operationen auftreten. Melatonin wird vor allem mit Schlafregulation in Verbindung gebracht, besitzt jedoch auch mögliche schmerzmodulierende und entzündungsbezogene Eigenschaften. Ziel der systematischen Übersichtsarbeit und Metaanalyse war es, zu prüfen, ob Melatonin Schmerzen und die Schlafqualität bei Menschen mit muskuloskelettalen Beschwerden verbessern kann.
Methoden
Die Autoren durchsuchten sechs wissenschaftliche Datenbanken von deren Beginn bis April 2025. Eingeschlossen wurden randomisierte kontrollierte Studien mit Personen mit chronischen oder postoperativen muskuloskelettalen Schmerzen, sofern Schmerzintensität oder Schlafqualität berichtet wurden. Insgesamt wurden 23 Studien mit 2.028 Teilnehmern ausgewertet. Melatonin wurde entweder mit Placebo oder mit aktiven Kontrollbehandlungen wie Schmerzmitteln verglichen. Die Sicherheit der Evidenz wurde nach GRADE bewertet. Zusätzlich wurden Subgruppen- und Sensitivitätsanalysen durchgeführt.
Ergebnisse
Bei chronischen muskuloskelettalen Schmerzen war Melatonin in der Hauptanalyse dem Placebo nicht eindeutig überlegen. Im Vergleich zu aktiven Kontrollbehandlungen zeigte sich zwar eine stärkere Schmerzreduktion, und in einer Sensitivitätsanalyse mit Studien, die ein niedriges Verzerrungsrisiko aufwiesen, war Melatonin auch gegenüber Placebo im Vorteil. Die beobachteten Effekte blieben jedoch insgesamt eher moderat.
Bei postoperativen muskuloskelettalen Schmerzen war Melatonin dem Placebo überlegen und zeigte ähnliche Effekte wie aktive Vergleichsbehandlungen. Die Evidenz in diesem Bereich war jedoch begrenzt. Die Schlafqualität verbesserte sich unter Melatonin bei chronischen muskuloskelettalen Schmerzen, nicht jedoch eindeutig bei postoperativen Schmerzen. Unerwünschte Ereignisse wurden überwiegend als mild und vorübergehend beschrieben.
Fazit
Die Metaanalyse deutet darauf hin, dass Melatonin bei muskuloskelettalen Schmerzen einen Nutzen haben könnte, insbesondere als ergänzende Maßnahme bei chronischen Beschwerden. Die Effekte auf Schmerzintensität und Schlafqualität waren jedoch nicht durchgehend konsistent und erreichten häufig nicht die Schwelle einer klinisch relevanten Verbesserung.
Aufgrund der niedrigen bis moderaten Evidenzsicherheit, unterschiedlicher Studiendesigns und begrenzter Daten zu Dosierung und Langzeitwirkung sollte Melatonin eher als potenzielle Zusatzoption und nicht als primäre Schmerztherapie betrachtet werden. Weitere gut kontrollierte Studien mit standardisierten Dosierungen und längerer Nachbeobachtung sind erforderlich.
Wu K, Ho TH, Beckenkamp PR, Hall M, Zhang H, Puterflam J, Bruun KD, Lin J, Gordon C, Grunstein R, Ferreira ML, Ferreira P.
Efficacy and effectiveness of melatonin for the management of musculoskeletal pain: a systematic review and meta-analysis of placebo and active controlled trials.
Pain.
6/2026
FFP 2 Maske schützt ggf. auch vor einer Quarantäne!
Liebe PatientInnen,
vor ca. 2 Wochen wurde ich quasi über Nacht zu einer Kontaktperson 2. Grades: in der Schulklasse meiner Tochter war ein symptomfreies Kind positiv getestet worden. Meine Tochter wurde - wie die gesamte Schulklasse und alle diese Klasse unterrichtenden Lehrer- als Kontaktperson 1. Grades in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt.
Die Quarantäne ist zwar noch immer nicht aufgehoben, aber nach 2 negativen Tests bei meiner Tochter wird sie das voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche.-
Für mich stellt diese Situation eine echte, vor allem auch wirtschaftliche Bedrohung dar, und so bin ich etwas tiefer in die Materie eingetaucht und habe dabei herausgefunden, dass ich, wenn ich im Kontakt mit meiner Tochter stets eine FFP 2 Maske trage, auch im dem Fall, dass meine Tochter sich doch angesteckt haben soltte, tatsächlich NICHT automatisch zu einer Kontaktperson 1. Grades werde und auch nicht in Quarantäne müsste. Lediglich keine gewissenhafte Selbstbeobachtung für die Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) wäre dann erforderlich! Erst dachte ich mir, dass es doch nicht sein kann, dass die Lösung sooo einfach ist; aber ja, das ist tatsächlich so einfach und wurde mir auch so vom hiesigen Gesundheitsamt bestätigt.
Diese Information ist eminent wichtig für alle Selbstständigen und Gewerbetreibenden! Deshalb habe ich diese Information auch sofort an die regionalen Medien weitergegeben. Details, auch das Interview mit dem Gesundheitsamt Schweinfrut, finden Sie auf radioprimaton.de unter Nachrichten: " Eine Maske, die vor Quarantäne schützen kann".
Also nochmal: Weil eine FFP 2 Maske einen wirklich wirksamen Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus darstellt, gilt das Tragen einer solchen Maske als so sicher, dass auch bei Kontakt mit einer corona-positiven Personen in der Regel keine Quarantäne verhängt wird!
Deshalb arbeiten wir hier alle in der Praxis auch nur noch mit einer FFP2 Maske (auch wenn auf unseren neuesten Praxisfotos nur ein einfacher Mund-Nase-Schutz zu sehen ist)!
