Vitamin B12 in der Schwangerschaft: Nutzen für vegetarisch lebende Mütter und ihre Kinder
Ein Vitamin-B12-Mangel tritt besonders häufig in Bevölkerungsgruppen mit geringer Aufnahme tierischer Lebensmittel auf. Während der Schwangerschaft kann eine unzureichende Versorgung mit Risiken für Mutter und Kind verbunden sein und wurde mit einer verzögerten neurologischen Entwicklung von Säuglingen in Zusammenhang gebracht. Ziel der MATCOBIND-Studie war es, zu prüfen, ob eine höhere tägliche Vitamin-B12-Supplementierung bei überwiegend vegetarisch lebenden Schwangeren den mütterlichen Vitamin-B12-Status und die frühe Entwicklung der Kinder verbessern konnte.
Methoden
Die multizentrische, doppelblinde, randomisierte kontrollierte Studie wurde an zwei Geburtszentren in Indien und Nepal durchgeführt. Eingeschlossen wurden Schwangere im ersten Trimester, die sich vegetarisch ernährten. Die Teilnehmerinnen erhielten vom Studienbeginn bis sechs Monate nach der Geburt täglich entweder 250 µg oder 50 µg Methylcobalamin.
Als primäre Endpunkte wurden die neurologische Entwicklung der Säuglinge im Alter von 9-12 Monaten sowie der biochemische Vitamin-B12-Status von Mutter und Kind untersucht. Die kindliche Entwicklung wurde mit der Development Assessment Scale of Indian Infants bewertet.
Ergebnisse
Insgesamt schlossen 531 Mutter-Kind-Paare die Studie ab. Die Ausgangsmerkmale waren zwischen den Gruppen vergleichbar. Säuglinge von Müttern, die 250 µg Vitamin B12 täglich erhalten hatten, erreichten einen statistisch eindeutig höheren mentalen Entwicklungsquotienten als Säuglinge aus der 50-µg-Gruppe. Der motorische Entwicklungsquotient unterschied sich dagegen nicht statistisch eindeutig zwischen den Gruppen.
Auch der mütterliche Vitamin-B12-Spiegel stieg in beiden Gruppen an, jedoch deutlich stärker unter 250 µg täglich. Holotranscobalamin verbesserte sich ebenfalls. Die Vitamin-B12-Werte der Säuglinge lagen in beiden Gruppen im Normalbereich. Geburtsmaße, APGAR-Werte (beurteilen kurz nach der Geburt Atmung, Puls, Muskeltonus, Hautfarbe und Reflexe des Neugeborenen), Erkrankungsprofile sowie Ferritin-, Vitamin-D- und Folatwerte unterschieden sich nicht statistisch eindeutig.
Fazit
Die Studie zeigte, dass eine tägliche Supplementierung mit 250 µg Vitamin B12 bei vegetarisch lebenden Schwangeren den mütterlichen Vitamin-B12-Status stärker verbesserte als 50 µg täglich. Zudem war die höhere Dosierung mit einem besseren mentalen Entwicklungsquotienten der Säuglinge im Alter von 9–12 Monaten verbunden. Für die motorische Entwicklung und Geburtsparameter ergaben sich hingegen keine statistisch eindeutigen Unterschiede.
Nagpal J, Mathur M, Rawat S, Singhal A, Pant R, Shah A, Nixon L, Mishra VK, Nagrath D, Heys M, Cortina-Borja M, Michie C, Gautam J, Karmacharya SB, Rai S, Lakhanpaul M.
Maternal supplementation of vitamin B12 in predominantly vegetarian pregnant women improves their vitamin B12 status and the neurodevelopment of their infants: the MATCOBIND multicentric double-blind randomised control trial.
BMJ Paediatr Open.
3/2026; 10(1): e004112.
FFP 2 Maske schützt ggf. auch vor einer Quarantäne!
Liebe PatientInnen,
vor ca. 2 Wochen wurde ich quasi über Nacht zu einer Kontaktperson 2. Grades: in der Schulklasse meiner Tochter war ein symptomfreies Kind positiv getestet worden. Meine Tochter wurde - wie die gesamte Schulklasse und alle diese Klasse unterrichtenden Lehrer- als Kontaktperson 1. Grades in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt.
Die Quarantäne ist zwar noch immer nicht aufgehoben, aber nach 2 negativen Tests bei meiner Tochter wird sie das voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche.-
Für mich stellt diese Situation eine echte, vor allem auch wirtschaftliche Bedrohung dar, und so bin ich etwas tiefer in die Materie eingetaucht und habe dabei herausgefunden, dass ich, wenn ich im Kontakt mit meiner Tochter stets eine FFP 2 Maske trage, auch im dem Fall, dass meine Tochter sich doch angesteckt haben soltte, tatsächlich NICHT automatisch zu einer Kontaktperson 1. Grades werde und auch nicht in Quarantäne müsste. Lediglich keine gewissenhafte Selbstbeobachtung für die Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) wäre dann erforderlich! Erst dachte ich mir, dass es doch nicht sein kann, dass die Lösung sooo einfach ist; aber ja, das ist tatsächlich so einfach und wurde mir auch so vom hiesigen Gesundheitsamt bestätigt.
Diese Information ist eminent wichtig für alle Selbstständigen und Gewerbetreibenden! Deshalb habe ich diese Information auch sofort an die regionalen Medien weitergegeben. Details, auch das Interview mit dem Gesundheitsamt Schweinfrut, finden Sie auf radioprimaton.de unter Nachrichten: " Eine Maske, die vor Quarantäne schützen kann".
Also nochmal: Weil eine FFP 2 Maske einen wirklich wirksamen Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus darstellt, gilt das Tragen einer solchen Maske als so sicher, dass auch bei Kontakt mit einer corona-positiven Personen in der Regel keine Quarantäne verhängt wird!
Deshalb arbeiten wir hier alle in der Praxis auch nur noch mit einer FFP2 Maske (auch wenn auf unseren neuesten Praxisfotos nur ein einfacher Mund-Nase-Schutz zu sehen ist)!
