Probiotischer Stamm mit möglichem Nutzen bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten
Wiederkehrende Harnwegsinfektionen stellen für viele Frauen eine erhebliche gesundheitliche Belastung dar. Probiotika werden zunehmend als mögliche nichtantibiotische Strategie zur Unterstützung des urogenitalen Wohlbefindens untersucht. Ziel der Studie war es, die antimikrobiellen Eigenschaften des Stammes Limosilactobacillus reuteri 3613-1 sowie dessen Einfluss auf Harnwegsinfekte bei Frauen mit wiederkehrenden unkomplizierten Infektionen zu prüfen.
Methoden
Zunächst wurden In-vitro-Analysen durchgeführt, um die antimikrobielle Aktivität von L. reuteri 3613-1 gegenüber relevanten Mikroorganismen zu untersuchen. Anschließend wurde eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie mit 130 Frauen durchgeführt.
Die Teilnehmerinnen erhielten über 24 Wochen täglich entweder L. reuteri 3613-1 oder ein Placebo. Erfasst wurden unter anderem Häufigkeit, Intensität und Zeitpunkt bestätigter Harnwegsinfekte sowie verdächtiger, aber nicht bestätigter Beschwerden. Zusätzlich wurden vaginaler pH-Wert und Zusammensetzung des vaginalen Mikrobioms analysiert.
Ergebnisse
In den Laboruntersuchungen hemmte L. reuteri 3613-1 das Wachstum von Escherichia coli-Isolaten. Zudem zeigte der Stamm im Vergleich zu einem anderen L. reuteri-Stamm eine stärkere Hemmung von Gardnerella vaginalis und Candida albicans. Diese Effekte wurden durch die nachgewiesene Reuterin-Produktion und genomische Analysen gestützt.
In der klinischen Studie unterschieden sich Anteil, Häufigkeit und Intensität bestätigter Harnwegsinfekte nicht signifikant zwischen Probiotika- und Placebogruppe. Allerdings verzögerte L. reuteri 3613-1 das Auftreten der ersten Harnwegsinfektion, wobei dieser Effekt besonders bei Teilnehmerinnen mit vermuteten, aber nicht bestätigten Harnwegsinfekten signifikant war. Vaginaler pH-Wert und vaginales Mikrobiom blieben während der Intervention stabil und zwischen den Gruppen vergleichbar. Das Probiotikum wurde gut vertragen.
Fazit
Die Studie zeigte, dass Limosilactobacillus reuteri 3613-1 antimikrobielle Eigenschaften besitzt und bei Frauen mit Neigung zu wiederkehrenden Harnwegsinfekten möglicherweise das Auftreten erster Beschwerden verzögern kann. Für bestätigte Harnwegsinfekte ergab sich jedoch kein signifikanter Vorteil hinsichtlich Häufigkeit oder Intensität. Größere Studien sind erforderlich, um den klinischen Nutzen dieses probiotischen Stammes genauer zu bewerten.
Turpin V, Kakilla C, Foote J, Chen O, Hooper W, Ayad W, Ghassemi A, Zimmermann N, Rea K, Wescott A.
Limosilactobacillus reuteri 3613-1 Delays Onset of Unconfirmed Urinary Tract Infections in Otherwise Healthy Women.
Microorganisms.
3/2026; 14(3): 615.
FFP 2 Maske schützt ggf. auch vor einer Quarantäne!
Liebe PatientInnen,
vor ca. 2 Wochen wurde ich quasi über Nacht zu einer Kontaktperson 2. Grades: in der Schulklasse meiner Tochter war ein symptomfreies Kind positiv getestet worden. Meine Tochter wurde - wie die gesamte Schulklasse und alle diese Klasse unterrichtenden Lehrer- als Kontaktperson 1. Grades in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt.
Die Quarantäne ist zwar noch immer nicht aufgehoben, aber nach 2 negativen Tests bei meiner Tochter wird sie das voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche.-
Für mich stellt diese Situation eine echte, vor allem auch wirtschaftliche Bedrohung dar, und so bin ich etwas tiefer in die Materie eingetaucht und habe dabei herausgefunden, dass ich, wenn ich im Kontakt mit meiner Tochter stets eine FFP 2 Maske trage, auch im dem Fall, dass meine Tochter sich doch angesteckt haben soltte, tatsächlich NICHT automatisch zu einer Kontaktperson 1. Grades werde und auch nicht in Quarantäne müsste. Lediglich keine gewissenhafte Selbstbeobachtung für die Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) wäre dann erforderlich! Erst dachte ich mir, dass es doch nicht sein kann, dass die Lösung sooo einfach ist; aber ja, das ist tatsächlich so einfach und wurde mir auch so vom hiesigen Gesundheitsamt bestätigt.
Diese Information ist eminent wichtig für alle Selbstständigen und Gewerbetreibenden! Deshalb habe ich diese Information auch sofort an die regionalen Medien weitergegeben. Details, auch das Interview mit dem Gesundheitsamt Schweinfrut, finden Sie auf radioprimaton.de unter Nachrichten: " Eine Maske, die vor Quarantäne schützen kann".
Also nochmal: Weil eine FFP 2 Maske einen wirklich wirksamen Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus darstellt, gilt das Tragen einer solchen Maske als so sicher, dass auch bei Kontakt mit einer corona-positiven Personen in der Regel keine Quarantäne verhängt wird!
Deshalb arbeiten wir hier alle in der Praxis auch nur noch mit einer FFP2 Maske (auch wenn auf unseren neuesten Praxisfotos nur ein einfacher Mund-Nase-Schutz zu sehen ist)!
