Probiotika verkürzten Fieberdauer bei kindlichen Atemwegsinfekten
Infektionen der oberen Atemwege gehören zu den häufigsten Erkrankungen im Kindesalter, insbesondere bei Kindern unter fünf Jahren. Meist viraler Genese, gehen sie häufig mit Fieber, Halsschmerzen und allgemeinem Unwohlsein einher. Ziel der vorliegenden Studie war es, zu prüfen, ob eine spezifische probiotische Kombination die Dauer typischer Symptome bei pädiatrischen Atemwegsinfekten mit Pharyngitis (Rachenentzündung) verkürzen kann.
Methoden
In einer randomisierten, doppelblinden und placebokontrollierten Studie wurden Kinder im Alter von sechs Monaten bis fünf Jahren mit diagnostizierter Infektion der oberen Atemwege und Pharyngitis eingeschlossen. Die Teilnehmenden erhielten über 15 Tage zweimal täglich entweder ein Probiotikum (Lactobacillus plantarum KABP022, KABP023, KABP033 sowie Pediococcus acidilactici KABP021) oder ein Placebo. Zusätzlich waren Ibuprofen und Cetirizin als Begleitmedikation erlaubt und wurden kontrolliert erfasst.
Als primäre Endpunkte galten die Anzahl der Tage mit Fieber (axilläre Temperatur > 37,5 °C) sowie die Dauer von Schmerz bzw. Unwohlsein (FLACC-Score > 3), dokumentiert in einem Symptomtagebuch. Die viralen Erreger wurden mittels PCR aus nasopharyngealen (Nasen-Rachen-Raum betreffend) Abstrichen identifiziert.
Ergebnisse
Insgesamt wurden 75 Kinder in die Analyse eingeschlossen. Zu den häufigsten nachgewiesenen Erregern zählten Rhinoviren, Coronaviren und das Respiratorische Synzytial-Virus. Im Vergleich zur Placebogruppe verkürzte die probiotische Intervention die Fieberdauer um durchschnittlich 1,1 Tage (95 %-Konfidenzintervall 0,5-1,7; p = 0,001). Auch die Dauer von Schmerzen und Unwohlsein war um 0,7 Tage reduziert (95 %-Konfidenzintervall 0,2-1,2; p = 0,006).
Diese Effekte zeigten sich unabhängig vom identifizierten Virus, vom Alter oder Geschlecht der Kinder sowie von kürzlich durchgemachten Infekten. Der Einsatz von Begleitmedikation unterschied sich nicht zwischen den Gruppen. Ebenso traten keine signifikanten Unterschiede hinsichtlich unerwünschter Ereignisse auf.
Fazit
Die Supplementierung mit der untersuchten probiotischen Kombination war mit einer moderaten, aber signifikanten Verkürzung von Fieber- und Beschwerdedauer bei kindlichen Atemwegsinfekten mit Pharyngitis verbunden. Die Anwendung erwies sich dabei als gut verträglich. Die Ergebnisse sprechen für einen potenziellen unterstützenden Einsatz spezifischer Probiotika bei viralen Atemwegsinfekten im Kindesalter.
Andrade-Platas D, Martinez-Figueroa MG, Rodriguez-Palmero M, Carratala JV, Espadaler-Mazo J.
A probiotic containing L. plantarum and P. acidilactici strains for treating upper respiratory infection in children aged 6 months to 5 years: a randomized, double-blind trial.
Eur J Pediatr.
11/2025; 184(12): 795.
FFP 2 Maske schützt ggf. auch vor einer Quarantäne!
Liebe PatientInnen,
vor ca. 2 Wochen wurde ich quasi über Nacht zu einer Kontaktperson 2. Grades: in der Schulklasse meiner Tochter war ein symptomfreies Kind positiv getestet worden. Meine Tochter wurde - wie die gesamte Schulklasse und alle diese Klasse unterrichtenden Lehrer- als Kontaktperson 1. Grades in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt.
Die Quarantäne ist zwar noch immer nicht aufgehoben, aber nach 2 negativen Tests bei meiner Tochter wird sie das voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche.-
Für mich stellt diese Situation eine echte, vor allem auch wirtschaftliche Bedrohung dar, und so bin ich etwas tiefer in die Materie eingetaucht und habe dabei herausgefunden, dass ich, wenn ich im Kontakt mit meiner Tochter stets eine FFP 2 Maske trage, auch im dem Fall, dass meine Tochter sich doch angesteckt haben soltte, tatsächlich NICHT automatisch zu einer Kontaktperson 1. Grades werde und auch nicht in Quarantäne müsste. Lediglich keine gewissenhafte Selbstbeobachtung für die Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) wäre dann erforderlich! Erst dachte ich mir, dass es doch nicht sein kann, dass die Lösung sooo einfach ist; aber ja, das ist tatsächlich so einfach und wurde mir auch so vom hiesigen Gesundheitsamt bestätigt.
Diese Information ist eminent wichtig für alle Selbstständigen und Gewerbetreibenden! Deshalb habe ich diese Information auch sofort an die regionalen Medien weitergegeben. Details, auch das Interview mit dem Gesundheitsamt Schweinfrut, finden Sie auf radioprimaton.de unter Nachrichten: " Eine Maske, die vor Quarantäne schützen kann".
Also nochmal: Weil eine FFP 2 Maske einen wirklich wirksamen Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus darstellt, gilt das Tragen einer solchen Maske als so sicher, dass auch bei Kontakt mit einer corona-positiven Personen in der Regel keine Quarantäne verhängt wird!
Deshalb arbeiten wir hier alle in der Praxis auch nur noch mit einer FFP2 Maske (auch wenn auf unseren neuesten Praxisfotos nur ein einfacher Mund-Nase-Schutz zu sehen ist)!
