Rauchstopp wirkt doppelt: Besser für Körper und Seele
Die NAKO-Gesundheitsstudie liefert mit über 200.000 Teilnehmenden eine der größten Datenbasen zu Gesundheit und Lebensstil in Deutschland. Auf Basis von rund 174.000 Erwachsenen zwischen 19 und 72 Jahren untersuchten Forschende, wie Rauchen und depressive Symptome miteinander verknüpft sind. Analysiert wurden nicht nur Raucher versus Nichtraucher, sondern auch Zigarettenmenge, Alter beim Rauchstart und Dauer seit einem Rauchstopp. Der Zustand einer möglichen Depression wurde diagnostisch erfasst.
Im Ergebnis zeigte sich, dass aktuelle Raucher am häufigsten von früheren und aktuellen depressiven Symptomen berichten. Ehemalige Raucher liegen mittig, und Personen, die nie geraucht haben, zeigen diesbezüglich die niedrigsten Werte. So hatten 19,6 % der aktuellen Raucher eine diagnostizierte Depression, verglichen mit 11,4 % der Nichtraucher. Ein deutlicher Dosis-Effekt zeigt sich: Je mehr Zigaretten täglich konsumiert wurden, desto stärker traten depressive Symptome auf – selbst nach Berücksichtigung von Alter, Bildung, BMI und Alkoholkonsum.
Das bedeutet, dass bereits eine Reduktion des Rauchens psychisch entlastend wirken kann. Wer früh mit dem Rauchen begann, entwickelte im Schnitt auch früher depressive Beschwerden, was frühe Prävention in Schulen unterstützt. Längere Abstinenz wirkt ebenfalls positiv: Je länger der Rauchstopp zurückliegt, desto geringer sind aktuelle depressive Symptome. Ursache und Wirkung lassen sich nicht eindeutig trennen: Rauchen kann depressive Zustände verstärken, psychische Belastung kann aber auch zum Rauchen führen.
Die Studie unterstreicht, dass körperliche und psychische Gesundheit eng verknüpft sind. Angebote, die beide Aspekte kombinieren, können Rauchern dabei helfen, ihr Wohlbefinden zu stabilisieren und langfristig zu verbessern. Jeder Schritt in Richtung Rauchfreiheit eröffnet Chancen auf mentale Erholung.
Völker, M. et al.
From cigarettes to symptoms: the association between smoking and depression in the German National Cohort (NAKO)
BMC Public Health
12/2025
FFP 2 Maske schützt ggf. auch vor einer Quarantäne!
Liebe PatientInnen,
vor ca. 2 Wochen wurde ich quasi über Nacht zu einer Kontaktperson 2. Grades: in der Schulklasse meiner Tochter war ein symptomfreies Kind positiv getestet worden. Meine Tochter wurde - wie die gesamte Schulklasse und alle diese Klasse unterrichtenden Lehrer- als Kontaktperson 1. Grades in eine zweiwöchige Quarantäne geschickt.
Die Quarantäne ist zwar noch immer nicht aufgehoben, aber nach 2 negativen Tests bei meiner Tochter wird sie das voraussichtlich im Laufe der kommenden Woche.-
Für mich stellt diese Situation eine echte, vor allem auch wirtschaftliche Bedrohung dar, und so bin ich etwas tiefer in die Materie eingetaucht und habe dabei herausgefunden, dass ich, wenn ich im Kontakt mit meiner Tochter stets eine FFP 2 Maske trage, auch im dem Fall, dass meine Tochter sich doch angesteckt haben soltte, tatsächlich NICHT automatisch zu einer Kontaktperson 1. Grades werde und auch nicht in Quarantäne müsste. Lediglich keine gewissenhafte Selbstbeobachtung für die Dauer der Inkubationszeit (14 Tage) wäre dann erforderlich! Erst dachte ich mir, dass es doch nicht sein kann, dass die Lösung sooo einfach ist; aber ja, das ist tatsächlich so einfach und wurde mir auch so vom hiesigen Gesundheitsamt bestätigt.
Diese Information ist eminent wichtig für alle Selbstständigen und Gewerbetreibenden! Deshalb habe ich diese Information auch sofort an die regionalen Medien weitergegeben. Details, auch das Interview mit dem Gesundheitsamt Schweinfrut, finden Sie auf radioprimaton.de unter Nachrichten: " Eine Maske, die vor Quarantäne schützen kann".
Also nochmal: Weil eine FFP 2 Maske einen wirklich wirksamen Schutz vor Ansteckung mit dem Coronavirus darstellt, gilt das Tragen einer solchen Maske als so sicher, dass auch bei Kontakt mit einer corona-positiven Personen in der Regel keine Quarantäne verhängt wird!
Deshalb arbeiten wir hier alle in der Praxis auch nur noch mit einer FFP2 Maske (auch wenn auf unseren neuesten Praxisfotos nur ein einfacher Mund-Nase-Schutz zu sehen ist)!
